KONICA MINOLTA
Diamge Z 1
Diamge Z 1

Mit dem Periskop-Objektiv der Dimage-X-Serie und dem Aera-AF mit Motivverfolgung der Dimage-F-Serie haben die Minolta-Ingenieure in Osaka schon mehrfach großen Erfindungsreichtum bewiesen. Lauter gute Ideen stecken auch in zumindest zwei von insgesamt drei heute neu vorgestellten Digitalkameras von Minolta: die Dimage A1, die Dimage Z1 und die Dimage E323.

Allein schon das Zoomobjektiv ist bei der 3-Megapixel-Schwester Dimage Z1 spektakulärer. Dieses entspricht einem 38-380-Millimeter-Zoom bei einer Kleinbildkamera mit einer Lichtstärke von F2,8 bis F3,5. Für die Dimage Z1 bietet Minolta optional einen 0,75-fach-Weitwinkelkonverter an, der dann das Objektiv in ein 28-280 mm-Objektiv verwandelt. Angetrieben wird der Scharfstellmechanismus des Objektivs von einem Hochgeschwindigkeitsmotor; in Weitwinkel-Stellung soll die Schärfe laut Minolta in ca. 0,3 Sekunden und in Tele-Stellung in ca. 0,4 Sekunden eingestellt sein. Ermittelt wird die Schärfe von einem Hybrid-AF-System (bei Minolta RAPID-AF genannt), bei dem ein passiver AF-Sensor (auf dem Produktfoto als kleines Fenster zwischen Objektivtubus und Blitzgehäuse erkennbar) zusammen mit dem CCD die Entfernung zwischen dem Motiv und dem CCD misst. Die Schärfe wird dabei von dem CCD-Sensor 60 mal pro Sekunde überprüft und korrigiert.

Ganz erfinderisch zeigten sich die Minolta-Ingenieure beim Zusammenspiel zwischen Sucher und LCD-Bildschirm der Kamera. Anstatt (wie bei anderen Herstellern) dass ein elektronischer Videosucher den LCD-Bildschirm begleitet, wird bei der Dimage Z1 mit einem Hebel an der Kamerarückseite das Bild des LCD-Bildschirmes in den Sucher umgeleitet.

Da nur ein Monitor verwendet wird, kommt es – laut Minolta – nicht zu Farb-, Kontrast- oder Auflösungsunterschieden zwischen Sucher und Monitor; für Minolta dürfte die Verwendung dieses "Tricks" anstatt eines Miniatur-LCDs für den Sucher sich auch kostenreduzierend auswirken.

Doch der Preis, der immense Zoombereich, der schnelle Hybrid-AF und der "LCD-Trick" sind nur ein Teil von den Features, die die Dimage Z1 attraktiv machen. Denn u. a. verfügt noch über eine Art Serienbild-"Ringspeicher" (bei kontinuierlicher Aufnahme werden die letzten 10 bzw. letzten 6 Bilder nach dem Loslassen des Auslösers gespeichert), einen leistungsstarken Blitz (LZ 12), einen Blitzschuh zum Anbringen von Minolta-Systemblitzgeräten (oder kompatiblen Fremdblitzen) und eine Super-Makro-Funktion (Mindestabstand von 4 cm ab der Frontlinse).

Einmalig bei einer Digitalkamera ist die automatische Digital-Motivprogrammwahl: Hier wählt die Kamera entsprechend den Umständen automatisch das zur Aufnahmesituation passende Motivprogramm. Außerdem wartet die Dimage Z1 noch mit einer verbesserten Bildqualität (dank neuem CxProcess-Bildverarbeitungsalgorithmus zweiter Generation) und mit erweiterten Videoaufnahmefähigkeiten (Nachtfilmmodus, VGA-Videos mit Ton und ohne feste Zeitbegrenzung, Bildwiederholrate von 15 auf 30 Bilder/s umschaltbar, Schärfenachführung im Videomodus, usw.) auf und zeigt somit eine Ausstattungsvielfalt, die in ihrer Klasse ihresgleichen sucht.

Dabei spricht die Dimage Z1 trotz ihres einsteigerfreundlichen Preises nicht nur Einsteiger an. Dank diverser Messverfahren (256-Feld-Matrixmessung, mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung), umfangreicher Belichtungsoptionen (neben der Programmautomatik und den Motivprogrammen auch noch Zeit- und Blendenautomatik sowie manuelle Belichtung und Belichtungsreihen) sowie z. B. einer zuschaltbaren Rauschunterdrückung, benutzerdefinierten Einstellungen und einer Auswahl an einstellbaren Bildparametern (Farbsättigung, Kontrast, Scharfzeichnung) kommen auch anspruchsvolle Fotografen auf ihre Kosten.

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