KONICA MINOLTA
Dimage A 1
Dimage A 1

Eindeutig auf die anspruchsvollsten Hobby-Fotografen zugeschnitten ist die Minolta Dimage A1, die als Weiterentwicklung der Dimage-7-Serie den Gerüchten um eine Dimage 7i/Hi-Nachfolgerin ein Ende setzt. Obwohl sich die Dimage A1 der gleichen Optik (28-200 mm/F2,8-3,5-Zoom) wie die Modelle der Dimage-7-Serie bedient, keinen Sprung in eine höhere Auflösungsklasse macht und auch sonst von der Ausstattung her viele Ähnlichkeiten mit der Dimage-7-Serie hat, kann man bei der A1 eher schon von einer radikalen "Runderneuerung" als von einer schlichten "Modellpflege" sprechen. Das fällt bereits beim äußeren Erscheinungsbild auf.

Der Dimage A1 wurde ein neues Design verpasst und sie verliert auf dem Wege noch ein paar Millimeter. Doch nicht nur die "Karosserie" der Dimage A1 ist neu, auch "unter der Haube" hat sich vieles getan. So verwendet sie zwar weiterhin einen 2/3"-CCD mit 5 Millionen Pixeln, doch dieser ist kein gewöhnlicher Interline-CCD mehr, sondern ein so genannter Progressive-Scan-CCD. Solche CCDs können schnelle Bewegungen besonders scharf festhalten. Dies hat auch zur Folge, dass die Dimage A1 nun Verschlusszeiten von bis zu 1/16.000 Sekunden anbietet (1/2.000 s bei der Dimage 7, 1/4.000 s bei der Dimage 7i/Hi). Der "Geniestreich" der Minolta-Ingenieure kommt aber noch: Der CCD ist nicht fest eingebaut, sondern beweglich aufgehängt. Durch Betätigen der entsprechenden Taste an der Kamerarückseite wird der so genannte CCD-Shift-Mechanismus in Gang gesetzt, der Verwacklungen durch Bewegen des CCDs in die entgegengesetzte Richtung kompensiert. Diese Art der Bildstabilisation ist innovativ und geradezu genial, erlaubt sie doch das Bild zu stabilisieren ohne auf aufwendige Objektivkonstruktionen zurückgreifen zu müssen.

War das Autofokus-System der Dimage-7-Serie schon eines der leistungsfähigsten auf dem Markt, setzt Minolta bei der Dimage A1 noch eins drauf. Nicht drei (wie bei der Dimage-7-Serie) oder fünf AF-Felder (wie bei der Dimage-F-Serie) kommen hier zum Einsatz, sondern gleich elf (wobei das mittlere AF-Feld kreuzförmig angelegt ist) – und das alles auch noch gekoppelt mit der Aera-AF-Motiverkennungs- und Motivverfolgungs-Technologie. Dabei werden nicht nur laterale Positionsänderungen des Motivs von der Kamera wahrgenommen, sondern es wird auch erkannt, ob das Motiv auf einen zukommt bzw. sich von der Kamera entfernt (sog. 3D-AF-Prädiktionssystem).

Von Dynax-Kameras (Kleinbild-SLR-Serie von Minolta) her bekannt ist der durch einen Sensor im Griff aktivierte Nachführautofokus. Die kontinuierliche Scharfstellung findet dabei so lange bzw. ab dem Moment statt, an dem man die Kamera schussbereit in die Hand nimmt. Selbstverständlich bleibt die freie Platzierung des Fokussierpunktes (Flexible-Fokus-Punkt-Technologie) der Dimage-7-Kameras auch bei der Dimage A1 erhalten. Sonstige "Schmankerl", die über den von der Dimage 7 Hi übernommenen Funktions- bzw. Ausstattungsumfang hinausgehen (siehe dazu den digitalkamera.de-Erfahrungsbericht zur Dimage 7 Hi), gibt es bei der Dimage A1 noch weitere. Auf der Liste der Innovationen stehen u. a. ein neuer Bildverarbeitungsprozess (CxProzess II), ein Hochgeschwindigkeits-LSI-Signalverarbeitungschip, eine zusätzliche Zwischenauflösungsstufe (2.080 x 1.560 Pixel), die Fernsteuerung vom PC aus mit der neuen Dimage-Capture-Software und ein neuer elektronischer Sucher mit etwas höherer Auflösung (235.000 statt 220.000 Bildpunkte). Konnte dieser schon bei der Dimage-7-Serie um bis zu 90° nach oben geschwenkt werden, ist nun auch der ebenfalls in den Abbildungsleistungen verbesserte LCD-Farbbildschirm an der Kamerarückseite kippbar von -20° bis 90°.

Last but not least greift die Dimage A1 nun endlich auf Lithiumionen-Akkutechnologie zurück. Das spricht für eine bessere Laufzeit, die – laut Minolta – ohnehin durch den neuen LSI-Chip verbessert worden ist. Ein voll geladener NP-400-Akku soll für rund 330 Bilder reichen; wer den AA/Mignon-Zellen nachtrauert oder Extra-Power braucht, kann den optional erhältlichen Funktionshandgriff BP-400 an die Dimage A1 anschrauben. Dieser verleiht der Kamera nicht nur einen professionellen Look und eine noch bessere Handlage (besonders bei Hochformat-Aufnahmen), sondern nimmt auch wahlweise sechs AA/Mignon-Zellen (Alkali-Einwegzellen oder NiMH-Akkus) oder bis zu zwei NP-400-Akkus auf (der Betrieb der Kamera ist mit BP-400 auch mit einem NP-400-Akku möglich).

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