Digitale Performance auf die Spitze getrieben
Mit der EOS-1D Mark II stellt Canon die Nachfolgerin der EOS 1D vor. Speziell in der
Sportfotografie hatte sich die 1D einen Namen gemacht. Das neue Modell erweitert nunmehr
die Möglichkeiten des Einsatzbereichs und macht die EOS-1D Mark II zum idealen Werkzeug
nicht nur für Sport- sondern auch für Mode-, Natur- und Reportagefotografen. Die neue
EOS verbindet hohe Auflösung und höchste Geschwindigkeit: 8,2 Millionen Pixel, 8,5
Bilder pro Sekunde, bis zu 40 Bilder in Folge! Der Verlängerungsfaktor beträgt, wie von
vielen Berufsfotografen für die Bereiche Sport, Natur, Mode und Reportage gewünscht,
1,3fach.
Die Grundlage für den Leistungssprung in der Evolution der professionellen Canon
Digital-EOS-Familie sind vor allem drei technische Faktoren: Der von Canon entwickelte
hochauflösende 8,2-Megapixel-CMOS Sensor, ein superschneller DIGIC II Sensor der zweiten
Generation und der üppig dimensionierte interne Pufferspeicher.
Neben Spitzenwerten in der digitalen Performance bei Auflösung, Geschwindigkeit und
Bildqualität bietet die EOS-1D Mark II eine Vielzahl raffinierter neuer Funktionen und
Detailverbesserungen, die ihre Einsatzmöglichkeiten und Handhabung verbessern und dabei
perfekt die professionellen Gewohnheiten ihrer Benutzer bedienen. Viele der Verbesserungen
sind das Resultat des engen und permanenten Austauschs von Canon mit den professionellen
Anwendern.
In der EOS-Welt verankert
Wie ihre Vorgängerin zeichnet sich auch die EOS-1D Mark II durch die gewohnten
Bedienelemente, extreme Robustheit und Zuverlässigkeit und die Einbettung in die
EOS-Systemwelt mit Zubehör, Blitzgeräten und mehr als 50 EF-Objektiven aus.
Einige Komponenten der EOS-1-Serie wurden weiter verbessert. So beträgt die
durchschnittliche Lebensdauer der Verschlusseinheit nunmehr 200.000 Auslösungen - das ist
rund ein Drittel mehr als vorher, sodass Profis selbst bei intensiver Nutzung lange
wartungsfrei arbeiten können. Auch im Detail wird bei Canon immer wieder gefeilt: so hat
der Entriegelungsknopf für das Speicherkartenfach nunmehr eine neue Form bekommen, der
das Öffnen selbst mit klammen Fingern einfacher macht.
Überarbeitet und erweitert wurden auch die Menüs, die zudem in einigen Punkten, z.B. bei
der Beschreibung der Farbmatrizen nun besser verständlich sind.
Kartensteckplätze
Neben dem Steckplatz für CompactFlash-Karten und MicroDrive verfügt die EOS-1D Mark II
über einen zweiten Steckplatz für eine SD-Card. Die SD-Card kann zum Beispiel als
"Überlaufspeicher" genutzt werden, wenn die CF-Karte voll ist und die
Arbeitssituation ein kurzfristiges Wechseln der CF-Karte nicht zulässt. Auch als
Backup-Speicher lässt sich die SD-Card nutzen: Die Bilddaten werden dann auf beiden
Karten gespeichert, so dass bei einem CF-Kartenfehler auf die parallel gespeicherten Daten
auf der SD-Card zurückgegriffen werden kann.
Sinnvoll und wichtig zum Beispiel bei Kameras, die von mehreren Fotografen benutzt werden,
wie dies in Agenturen oder im Leihgeschäft der Fall ist, ist die Möglichkeit, die
individuellen Benutzereinstellungen mit sämtlichen Custom- und Personalfunktionen auf SD-
oder CF-Karte zu speichern. Auch bei Servicefällen, bei denen eine Rückstellung der
Individualfunktionen auf Werkseinstellung unumgänglich ist, erweist sich die
"externe" Speicherung der persönlichen Einstellungen als äußerst praktisch.
Auch die Speicherung verschiedener Einstellungen, zwischen denen für unterschiedliche
Aufgaben häufig gewechselt werden muß, macht das Fotografenleben mit der neuen
Möglichkeit einfacher.
Blitzen
Die verbesserte E-TTL-Blitzbelichtungsautomatik der zweiten Generation bezieht nunmehr die
manuelle oder vom Autofokus eingestellte Entfernung ein. Der Effekt: die Blitzautomatik
kann besser unterscheiden, ob ein heller Reflex zum Hauptmotiv gehört oder nicht, und
regelt die Belichtung entsprechend. Das gibt dem Fotografen mehr Sicherheit, sein Foto
optimal belichtet "im Kasten" zu haben.
Datenübertragung
Geschwindigkeit ist auch die Maxime bei der Datenübertragung: Die neue
FireWire-Schnittstelle (IEEE1394) unterstützt Übertragungsraten von 100 Megabit pro
Sekunde.
Für den Anschluss an einen PictBridge fähigen Drucker ist zusätzlich eine
USB-Schnittstelle vorhanden. Mit DirectPrint und PictBridge unterstützt die EOS-1D Mark
II automatisch die Standards für den direkten Bilderdruck sowie den aktuellen Standard
für digitale Kameradateien DCF 2.0, der den Exif-Print Standard 2.21 einschließt. Neu
hinzugekommen ist ein Videoausgang, einstellbar auf PAL oder NTSC, mit dem die Bilder im
Wiedergabemodus auf einem Fernseher oder Videobeamer darstellbar sind.
Wichtig für die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Fotograf und Bildagenturen oder
Redaktionen: Über die Software lassen sich den JPEG-Dateien der Name des Fotografen und
detaillierte IPTC-Informationen wie Adresse, Auftraggeber etc. hinzufügen.
Der neue CMOS-Sensor
Der neue 8.2 Megapixel CMOS-Sensor ist extrem auf Schnelligkeit und höchste Bildqualität
getrimmt. Der von Canon entwickelte und gefertigte Hochleistungssensor liefert maximal
3504 x 2336 Bildpunkte und hat eine Fläche von 28,7 mal 19,1 mm. Damit beträgt der
optische "Verlängerungsfaktor" für Objektive 1,3 im Vergleich zum
Kleinbildformat. Das lichtstarke Canon EF 300 1:2,8 beispielsweise hat so die Wirkung
eines 420 mm Objektivs - ebenfalls bei einer Lichtstärke von 1:2,8 - ein durchaus nicht
unerwünschter Effekt zum Beispiel in der Sport- oder Naturfotografie.
Der neu entwickelte Chip ist für das schnelle Auslesen der Daten mit verantwortlich, denn
zur Datenübertragung vom Chip in den Speicherpuffer nutzt die EOS Mark II parallel acht
Kanäle (EOS 1Ds: 2 Kanäle). So wird die enorm hohe Bildfolgezahl von 8,5 bei höchster
Auflösung erreicht. Wahlweise bis zu 40 Bilder im JPEG-Format in höchster Auflösung
(Größe L, Kompressionsstufe 8) oder 20 Bilder im RAW-Modus passen in den Pufferspeicher
und werden fortlaufend verarbeitet.
Zusätzlich verfügt der CMOS-Sensor über eine besonders schnelle und leistungsfähige
Signalverstärkung, die dabei das Bildrauschen wirkungsvoll unterdrückt.
Die Erweiterung des Empfindlichkeitsbereichs um die Werte ISO 50 und ISO 3200 wird einfach
über das Einstellmenü zu- oder abgeschaltet. Damit steht dem Anwender eine enorme
Bandbreite von Empfindlichkeitsstufen zur Verfügung und er ist auf unterschiedliche
Lichtsituationen im Studio oder auf Location vorbereitet.
DIGIC II - Turbo für die Signalverarbeitung
Die Werte für Pixelauflösung und Serienbildgeschwindigkeit multiplizieren sich bei der
EOS-1D Mark II zu einer beeindruckenden Zahl: bis zu 69 Millionen Bildpunkte (8.200.000
Bildpunkte x 8,5) werden von der EOS-1D Mark II pro Sekunde erfasst - diese Zahl lässt
erahnen, wie leistungsfähig der neue DIGIC-II-Prozessor wirklich ist. Der auf höchste
Leistung in der Signalverarbeitung getrimmte Prozessor arbeitet doppelt so schnell wie
sein Vorgänger in der EOS 1D und verbraucht dabei sogar weniger Strom. Die Sensordaten
liest er parallel auf acht Kanälen aus und schreibt sie dann zunächst in den schnellen
DDR-SDRAM-Pufferspeicher. Das Schreiben auf die Speicherkarte wurde um den Faktor 1,5
beschleunigt.
Die besonderen Anforderungen an den DIGIC-II-Chip sind deswegen verständlich, weil es bei
der Digitalfotografie ja nicht nur darum geht, Datenpakete möglichst schnell auf eine
Speicherkarte zu schreiben, sondern vor allem auch darum, eine hervorragende Bildqualität
zu gewährleisten. Die neue Generation der DIGIC-Prozesssoren sorgt für eine bessere
Farbreproduktion, einen präziseren Weißabgleich und die Reduktion von Falschfarben und
Rauschen in dunklen Partien.
Schnellerer Autofokus
Auch beim Autofokus hat sich einiges getan: Der Hochleistungs-Autofokus der Mark II
arbeitet nun mit einem eigenen Prozessor, das macht die Fokussierung selbst unter
"Volllast" noch zuverlässiger. Ein zweiter Prozessor regelt ausschließlich die
weiteren Kamerafunktionen.
Der 45-Punkt-Autofokus wurde entscheidend verbessert. So stellt die Kamera in der
One-shot-Einstellung durch die Highspeed-Datenverarbeitung und einen neuen AF-Algorithmus
noch schneller scharf und der Prädikations-Autofokus AI Servo AF fokussiert schneller und
präziser, und das ab der ersten Aufnahme.
In extrem zeitkritischen Situationen kann über Aktivierung der Personal-Function 26
zusätzlich die ohnehin extrem kurze Auslöseverzögerung von 55 auf 40 Millisekunden
reduziert werden, so dass die Kamera die erste Aufnahme bereits auslöst, während der
Autofokus noch arbeitet.
Höhere Genauigkeit und Komfort bei der Bildbeurteilung
Die Lupenfunktion im Wiedergabemodus mit stufenloser 1,5 bis 10facher Vergrößerung
erlaubt im Wiedergabemodus eine deutlich präzisere Beurteilung der Aufnahmequalität.
Dies wird auch von dem neuen, hellen TFT-Display befördert: es hat eine mehr als doppelt
so hohe Auflösung wie das der Vorgängerin, nämlich 230.000 Bildpunkte. Zudem zeigt die
EOS-1D Mark II neben dem üblichen Histogramm wahlweise die Tonwertverteilung in den
RGB-Kanälen an. Die Qualitätsbeurteilung von Fotos ist damit wesentlich komfortabler und
sicherer. Der Profi kann sich vor Ort überzeugen, dass seine Aufnahme im Kasten ist.
Der eingebaute Hochformatsensor sorgt für die automatisch seitenrichtige Speicherung und
Anzeige von Hoch- und Querformatbildern. Das spart das lästige Drehen der
Hochformatdateien auf dem Rechner.
Noch mehr Flexibilität bei der Bilddatenspeicherung
Im Vergleich zu Ihrer Vorgängerin bietet die EOS-1D Mark II eine noch höhere
Flexibilität bei der Festlegung der Aufnahmequalität und der Speicherung der
Bilddateien. Dafür sorgen das neu, verbesserte RAW-Format und die deutlich erweiterten
Optionen für das JPEG-Format.
Beim JPEG-Format stehen neben den Bildgrößen L (3504 x 2336) und S (1728 x 1152) nunmehr
auch zwei weitere Auflösungen M1 (3104 x 2072) und M2 (2544 x 1696) zur Verfügung. Für
jede der vier Bildgrößen kann zusätzlich die Qualität der JPEG-Kompression in zehn
Abstufungen festgelegt werden, um so die Bilddateien hinsichtlich Dateigröße und
Qualität optimal für den jeweiligen Job ein zu justieren.
RAW und JPEG lassen sich, wie schon bei der EOS 1D und EOS 1Ds parallel aufnehmen. So kann
ein Modefotograf gleichzeitig ein kleines JPEG in der Größe S für die schnelle
E-Mail-Abstimmung mit dem Kunden produzieren und hat parallel das verlustfreie
Original-RAW-Format in der Hinterhand, das die maximale Qualität für die
Weiterverarbeitung bietet.
Die EOS-1D Mark II ist die erste Digitalkamera, bei der das neue RAW-Dateiformat zum
Einsatz kommt. Es hat die Endung .cr2 (Canon RAW 2. Generation) und wird zukünftig als
Standard bei allen Canon-Digitalkameras genutzt.
Farbstimmung: schon bei der Aufnahme perfekt einstellen
Bei den Farbeinstellungen und auch beim Weißabgleich bietet die Canon EOS-1D Mark II mehr
Flexibilität denn je. Selbstverständlich ist: Der Weißabgleich kann für jede
Lichtsituation automatisch, manuell oder mit einer Voreinstellung erfolgen, von den 3.000
Kelvin (K) bei Halogenlampenlicht bis zu 7000 K für Fotos im Schatten. Manuell kann die
Kelvin-Einstellung sogar zwischen 2.000 und 10.000 K erfolgen.
Neu ist: Eine Weißabgleich-Kompensierung kann zusätzlich zum Weißabgleich verwendet
werden. Wie die aus der analogen Fotografie bekannten LB- und CC-Filter lässt sich mit
diesen digitalen Filtern der Weißpunkt auf den Farbachsen in die Richtungen Blau-Amber
und Magenta-Grün verschieben, um so eine korrekte Farbwiedergabe z.B. bei Mischlicht oder
Leuchtstoffröhren zu erzielen. Außerdem erlauben die Filter die Einstellung einer
individuellen Farbcharakteristik - ganz so wie man beim analogen Film bestimmte
Präferenzen hatte.
Um den Aufnahmefarbraum optimal auf die Verwendung der Bilder abzustimmen, stehen mit
Adobe RGB und sRGB die gängigsten Farbräume zur Auswahl.
Das Parameter-Menü gestattet die individuelle Abstimmung von Schärfe und Kontrast; zudem
kann eine Tonwertkurve in die Kamera geladen werden. Drei Sets können mit
unterschiedlichen Einstellungen belegt werden. So erreicht man z.B. eine unterschiedliche
Bildcharakteristik für verschiedene Jobs oder Auftraggeber.
Die Farbmatrix bietet nunmehr insgesamt sieben Voreinstellungen von Standard über
Portrait, hohe Sättigung, Adobe RGB und geringe Sättigung bis hin zu zwei frei
kombinierbaren Einstellungen.
Verbesserte Software
Verbessert wurde auch die Software, die mit der EOS-1D Mark II geliefert wird. Die neue
File Viewer Utility zeigt die Vorschau der RAW-Bilder deutlich schneller an und ist
kompatibel mit den Standards ICC und Exif 2.21; Die vormals separate Canon Capture
Software ist nunmehr eingebettet.
Canon Digital Photo Pro heißt die neue RAW-High-Speed-Processing Software. Sie arbeitet
bei der Verarbeitung von RAW-Daten 5x schneller als das File Viewer Utility.
Batch-Funktion und Farbmanagement-Unterstützung inklusive ICC-Profileinbettung machen
Canon Digital Photo Pro zu einer leistungsfähigen Produktionssoftware.
Neben der Software umfasst der Lieferumfang komplett Gehäuse, Akku, Ladegerät,
Trageriemen, Netzadapter, sämtliche Kabel und Handbuch.
Mit der neuen EOS-1D Mark II dokumentiert Canon eindrucksvoll, dass es auch in der
absoluten Spitze noch Raum für Verbesserungen gibt.
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