Filter > Infrarotfilter

Ein sehr interessantes Gebiet ist die Infrarotfotografie sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Color, Falschfarbenfotografie genannt. Jedoch benötigt man in beiden Fällen Filter, um die gewünschten Effekte und Ergebnisse zu erhalten. Die Infrarotfilme (S/W Kodak Infrarot Film IE oder als Colordiafilm Kodak EIR) sind auch empfindlich für infrarotes Licht ab 700 nm des Spektralbereiches, der aber vom menschlichen Auge nicht mehr erfaßt werden kann.

In der Falschfarbenfotografie erzielt man ohne Filter ein dominierendes Violett im Bild. Mit einem starken Gelbfilter (12) erhält man folgende Verschiebungen: Grün wird Blau, Rot wird Grün, Gelb wird Blaugrün und Infrarot wird Rot. Als weitere Filter werden empfohlen: Orange (22), Rot (25), Grün (13).

Die richtige Belichtung erfordert Erfahrung und Testreihen, da auch der Zeitpunkt der Wetterverhältnisse eine große Rolle spielt. Für die Schwarz-Weiß-Fotografie und technisch-wissenschaftliche Fotografie sind vor allem Filter unentbehrlich, die nur den unsichtbaren Infrarotanteil durchlassen. Hier bieten wir Filter aus Schottgläsern an, die genau ab dem Spektralbereich durchlässig sind: RG 610, RG 630, RG 645, RG 665, RG 695 (89B), RG 715 (88A), RG 780(87), RG 830(87C), RG 850, RG 1000.

Ein ebenfalls interessantes Einsatzgebiet der Infrarotfilter sind Aufnahmen mit Digitalkameras. Durch die Infrarotempfindlichkeit der CCD Chips können die Infrarotfilter direkt an den Kameras verwendet werden. Sie erhalten somit Infrarotaufnahmen ohne teueres Filmmaterial.

 

Tipps zum Aufnehmen mit IR Filtern:
- Motive mit viel Sonnenlicht haben den höchsten IR-Anteil
- Benutzen Sie wegen der langen Belichtungszeiten ein Stativ
- Stellen Sie den Bildausschnitt vor dem Aufsetzen des Filters ein.
- Wegen des veränderten Schärfepunktes vorher manuell auf IR-Indes stellen oder durch das IR-Filter den Autofokus verwenden und offene Blende vermeiden. AF-Sensoren können teilweise auf IR Fokussieren.
- Oft muss die Belichtung stark angehoben werden. Verwenden Sie die +/- Korrektur oder den manuellen Modus für weitere Überbelichtung
- IM S/W Modus erkennen Sie die richtige Belichtung am Kameradisplay, im Farbmodus an den Histogrammanzeigen. Dies gilt besonders für den Rotkanal.
- Statt der aufwendigen Signalverarbeitung mit RAW Daten ist auch die Verwendung des JPEG Bildformats möglich

Tipps zur Bildbearbeitung:
- für brillante S/W Wiedergabe konvertieren Sie mit Ihrem Programm in den LAB-Modus und verwenden nur den L-Kanal oder nur den Rotkanal
- Da der Kontrastumfang der ausgezeichneten Bilddaten häufig zu klein ist und das ganze Bild infolge der kamerainternen Verrechnung tiefrot wird, setzen Sie einfach in Ihrer Bildbearbeitungssoftware den Schwarzpunkt und den Weißpunkt neu.

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